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Anmeldungsdatum: 09.02.2004 Beiträge: 2204 Wohnort: Luxemburg
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Verfasst am: Titel: Kurzinfos für Umweltfreunde 16.12.09 |
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Eberhard Luedecke, Meckenbeuren,
www.oekoreferat.de >>> Schauen Sie mal rein.
16.12.09
Kurzinfos für Umweltfreunde
Weniger lesen – mehr wissen!
Aktuell
Liebe Leserinnen und Leser,
dies ist die letzte Ausgabe der KURZINFOS. Mein Wunsch, dass die Kurzinfos möglichst übergangslos von einem anderen Verfasser weitergeführt werden, hat sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt leider nicht erfüllt. Vielleicht klappt es später; davon werde ich Sie entsprechend informieren. Sofern mir Nachrichten als sehr bedeutsam erscheinen, werde ich gelegentlich noch Rundbriefe versenden. Auch meine Internetseite aktualisiere ich von Zeit zu Zeit.
Ihnen und mir wünsche ich, dass uns die Energiewende gelingt und uns damit der Klimawandel erspart bleibt. Jeder kann das Seine dazu beitragen.
Sonnige und weihnachtliche Grüße, Eberhard Luedecke
1. Landesregierung in NRW will den Klimaschutz-Paragrafen streichen. Unglaublich!
Somit könnte das geplante Eon-Kraftwerk als das größte Kohlekraftwerk Europas realisiert werden. Ein Schritt, der Deutschland bei der Klima-Konferenz in Kopenhagen blamieren würde. Der Paragraf 26 im Gesetz zur Landesentwicklung für einen umweltverträglichen Ausbau der Energiewirtschaft soll ersatzlos gestrichen werden. http://www.derwesten.de/nachrichten/im-westen/Pikantes-Gesetz-soll-Eon-Kraftwerk-retten-id2202660.html Unterzeichnen Sie den Appell an Rüttgers und die nordrhein-westfälische Landespolitik! http://www.campact.de/klima/sn8/signer
Klima und Energie
2. Die Sachstandsberichte des Weltklimarats IPCC: Alles schlimmer als gedacht.
Um das Klima zu stabilisieren, müssten die globalen Emissionen zwischen 2015 und 2020 radikal absinken. Noch in diesem Jahrhundert müsste der weltweite Ausstoß an Kohlendioxid und an anderen Treibhausgasen auf nahezu null sinken. 2050 sollte jeder Mensch weniger als eine Tonne Klimagase pro Jahr verursachen. Derzeit entfallen auf jeden Deutschen etwa zehn Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/tid-16345/klimawandel-alles-schlimmer-als-gedacht_aid_457033.html
3. Kommunaler Klimaschutz: Neue Website bietet Gemeinden kostenlose Analyse.
Städte und Gemeinden können ihre Stärken und Schwächen im Klimaschutz analysieren. Nach Eingabe einiger Eckdaten zu Energie, Mobilität und Abfall informiert die Seite auch darüber, wo die Kommune im Vergleich zu anderen deutschen Städten und Gemeinden steht. http://www.benchmark-kommunaler-klimaschutz.net/
4. Schulen verbrauchen bis zu 70 Prozent mehr Energie als andere kommunale Gebäude.
An deutschen Schulen wird viel über Klimaschutz geredet, aber nicht danach gehandelt. Sie sind damit die größten öffentlichen Energieverbraucher, noch vor Krankenhäusern und der Straßenbeleuchtung. Allein durch intelligentes Verhalten könnten Schulen bis 15 Prozent Energie einsparen. Doch die Energierechnung bezahlt ja der Schulträger, von Mehrausgaben oder Einsparungen erfährt die Schule nichts. Ausweg: Am „Fifty-fifty-Programm“ haben sich etliche deutsche Städte und Gemeinden angeschlossen. Für jeden eingesparten Euro bekommt die Schule 50 Cent zur freien Verfügung.
http://www.focus.de/schule/schule/gute-aktion/gruene-schule/klimaschutz-schulen-sind-die-groessten-klimasuender_aid_459265.html
5. Neubauten sollen ab 2020 keine externe Energiezufuhr mehr benötigen.
Die Führung des Europäischen Parlaments, die Europäische Kommission und der Europäische Rat haben sich auf eine neue EU- Gebäuderichtlinie geeinigt. Der Gebäudebestand wird von der Regelung nur betroffen, wenn Renovierungsmaßnahmen 25 % des Immobilienwertes oder -volumens übersteigen. http://www.boxer99.de
6. EnEV 2009 und Energieausweis: Sieben häufige Missverständnisse.
Seit Oktober 2009 gilt für Gebäude die neue Energieeinsparverordnung. Sie bringt zahlreiche Änderungen im Neubau und im Baubestand. Missverständnisse sind vorprogrammiert. http://www.enev-online.org/enev_2009_praxisdialog/091202_enev2009_sieben_missverstaendnisse.htm
7. Ladegerät für Wegwerfbatterien von zwei Studenten entwickelt.
Die am meisten verwendeten Batterien sind Alkaline-Mangan-Batterien und verursachen jährlich Tausende Tonnen gefährlichen Abfall. Mit dem neuen Ladegerät kann dieser Batterietyp bis zu 90% der anfänglichen Kapazität wieder aufgeladen werden. http://www.oekonews.at/index.php?mdoc_id=1045649
8. Neuer Batterietyp aus Algen ist dünn wie ein Blatt Papier.
Die Zellulose, die von der Alge erzeugt wird, weist eine 100-mal größere Oberfläche auf als die Zellulose in Papier und eignet sich besser für die leitenden Polymere. Entsprechende Batterien sollen sich besser wiederaufladen lassen und die Ladung länger halten. Die neuartigen Batterien sollen einfach herzustellen sein und mit herkömmlichen Lithium-Batterien konkurrieren können. http://www.pressetext.de/news/091130004/forscher-arbeiten-an-neuartiger-algenbatterie/
9. Stromanbieter Vattenfall erhöht Strompreise deutlich.
Die Kunden müssen sich auf steigende Strompreise einstellen. Der Energieversorger wird im kommenden Jahr die Preise in Hamburg und Berlin deutlich erhöhen. Verbraucher sollten einen Wechsel des Stromanbieters prüfen. http://www.strom-magazin.de/strommarkt/stromanbieter-vattenfall-erhoeht-strompreise-deutlich_27267.html
10. Russland erstickt an radioaktivem Müll.
Laut eigenen Angaben erstickt Russland an radioaktivem Müll und hat dringenden Handlungsbedarf eingeräumt. Inzwischen haben sich 550 Millionen Tonnen der Strahlenabfälle, darunter auch Uran aus Deutschland, angesammelt. Die Lösung dieses Problems wird Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Umweltschützer hatten immer wieder katastrophale Lagerbedingungen in Russland beklagt. http://www.verivox.de/nachrichten/atomholding-rosatom-russland-erstickt-an-radioaktivem-muell-47435.aspx
11. Blackout im Atomstaat Frankreich?
In einem beispiellosen Eroberungsfeldzug hat das französische Staatsunternehmen EDF von Amerika über China bis Großbritannien seine Stellung auf dem Energiemarkt ausgebaut. Doch nun droht dem weltweit größten Atomstromanbieter bald ein "blackout" im eigenen Land. Wenn der Winter sehr kalt wird, kann es in Frankreich zu Stromabschaltungen kommen. Es wurde zu wenig investiert und die Stromeinfuhr aus Deutschland ist ausgereizt. http://www.verivox.de/nachrichten/blackout-im-atomstaat-frankreich-47892.aspx
12. Neuer Europäischer Druckwasserreaktor (EPR) missachtet internationale Standards.
Das gesamte Sicherheitskonzept verletzt fundamentale Prinzipien der nuklearen Sicherheit. Hersteller eines Atomkraftwerkes, die eine derartige Fehlkonstruktion erstellen, beweisen eine gemeingefährliche Unkenntnis und dürfen keine Atomkraftwerke bauen. Diese grundlegenden Mängel machen den EPR schon jetzt zu einem der gefährlichsten Reaktoren der Welt. http://www.lifepr.de/pressemeldungen/greenpeace-e-v/boxid-133053.html
13. Nachlese: Anti-Atomkraft-Demo in Ravensburg am 21.11.09.
Videobericht: http://www.rv-news.de/ravensburg/videobeitraege/anti-atomkraft-demo-in-ravensburg.htm Rede von Axel Mayer: http://vorort.bund.net/suedlicher-oberrhein/angela-merkel-atomenergie-akw.html
Erneuerbare Energien
14. Selbstfaltende Solarzellen mit 3D-Silizium-Strukturen erreichen hohe Effizienz.
In dem Prozess falten sich dünne Silizium-Filme bei geringem Materialverbrauch selbst zu dreidimensionalen, monokristallinen Strukturen. Die 3D-Form bietet mehr aktive Oberfläche und fungiert als passives Nachführsystem. Das Selbstfaltungs-Prinzip lässt sich nicht nur auf Silizium anwenden. http://www.pressetext.ch/news/091126019/forscher-entwickeln-selbstfaltende-solarzellen/
15. Tandem-Farbstoffsolarzellen lassen eine deutliche Wirkungsgrad-Erhöhung erwarten.
Zwei übereinander geschichtete Solarzellen aus verschiedenen Materialien, die für einen bestimmten Wellenlängenbereich ausgelegt sind, absorbieren ein breiteres Spektrum des einfallenden Lichtes als mit den einzelnen Komponenten. Im Labor wurden bereits bis zu elf Prozent Wirkungsgrad erzielt. http://pressetext.at/news/091208018/innovative-farbstoffsolarzellen-sorgen-fuer-aufsehen/?source=rss_2
16. Der Netzausbau für Ökostrom erzeugt eine Umlage nur 0,15 Ct. pro kWh.
Für die Modernisierung des Stromnetzes müssen bis 2050 rund 209 Milliarden Euro aufgebracht werden. Das sind jährlich 5 Milliarden. Dabei erhöht sich der Strompreis nur um weniger als 1 Prozent. Im Zuge eines konsequenten Ausbaus von Ökostrom müssen EU-weit 6000 Kilometer Leitungen neu verlegt werden. http://www.verivox.de/nachrichten/netz-fuer-oekostrom-ausbauen-umlage-nur-015-ct-pro-kwh-47964.aspx
17. Wird Photovoltaik-Vergütung außerplanmäßig Mitte kommenden Jahres gesenkt?
Der Bundesverband Solarwirtschaft hat sich auf einen gemeinsamen Vorschlag geeinigt. Demnach könnte es neben der Degression zum 1. Januar eine weitere Absenkung der Photovoltaik-Vergütung von 4,5 Prozent zum 1. Juli geben. Zum 1. Januar 2011 könnte die Vergütung dann um weitere 4,5-5 Prozent abgesenkt werden. http://www.naturenergie-magazin.de/
18. Deutscher Solarstrom-Zuwachs übertrifft Prognosen deutlich.
In diesem Jahr entstanden Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 3000 bis 4000 Megawatt. Die Prognose des Bundesumweltministeriums rechnete für 2009 nur mit einem Leistungszuwachs von 1300 Megawatt. Die in Deutschland installierte Solaranlagen-Leistung wird die Zehn-Gigawatt-Marke erreichen. Das entspricht der Stromproduktion eines Atomkraftwerks vom Typ Biblis A. http://www.verivox.de/nachrichten/studie-solarstrom-zuwachs-uebertrifft-prognosen-deutlich-48325.aspx
19. Betreibern von Solarstromanlagen drohen möglicherweise hohe Verluste!
Seit Januar 2009 müssen Solarstromanlagen, die neu ans Netz gehen, bei der Bundesnetzagentur gemeldet werden, sonst besteht für die Energieversorger keine Pflicht, den eingespeisten Strom zu vergüten. Doch vielen Betreibern dieser Anlagen ist dies offenbar nicht bekannt. Dies könnte für sie zu erheblichen finanziellen Einbußen führen. In jedem Fall empfiehlt es sich, baldmöglichst die Anlagen an die Bundesnetzagentur zu melden. Meldeformulare: www.bundesnetzagentur.de.
20. Neuartiges Flachwasser-Wellenkraftwerk nimmt Testbetrieb auf.
Auf dem Meeresgrund wurde ein überdimensionales Scharnier verankert. Beim Auf- und Zuklappen des Scharniers durch die Wellen werden zwei Kolbenpumpen zusammen gedrückt und auseinander gezogen. Das erzeugte Druckwasser wird zur Turbine an Land geleitet. Die Anlage mit einer Nennleistung von 315 kW deckt den Stromverbrauch von 450 Haushalten. http://www.sonnenseite.com/Aktuelle+News,Flachwasser-Wellenkraftwerk+nimmt+Testbetrieb+auf,6,a14410.html
21. Die Betreiber von Biogasanlagen fassen wieder neuen Mut.
Inzwischen übertrifft die Leistung der deutschen Biogasanlagen den größten der 17 deutschen Kernreaktoren. Die Branche nimmt nach zwei schwierigen Jahren wieder Fahrt auf. Derzeit sind in Deutschland 4.300 Biogasanlagen mit 1.600 Megawatt Leistung in Betrieb. Biogas liefert ebenso wie Kernkraft eine Grundlastversorgung. Es sind vor allem kleinere Anlagen, die nun stark nachgefragt sind. http://www.contratom.de/news/newsanzeige.php?newsid=19667&id=50
Mobilität
22. Elektroautos tragen bis 2030 kaum zum Abbau des Kohlendioxidausstoßes bei.
Deshalb müssen einige Gesetzeslücken für den Klimaschutz im Individualverkehr gestopft werden, verlangte der Verkehrsclub Deutschland (VCD). Der von der EU beschlossene Höchstwert für Neuwagen soll von 95 Gramm CO2 je Kilometer im Jahr 2020 auf 80 Gramm gesenkt werden. http://www.verkehrsrundschau.de/studie-elektroautos-helfen-kaum-beim-klimaschutz-903518.html
23. Portugal plant landesweites Netz von Ladestationen für Elektroautos bis Mitte 2011.
Portugal will bei der Entwicklung, der Produktion und der Förderung von Elektroautos an vorderster Front stehen. http://www.verivox.de/nachrichten/portugal-plant-landesweites-netz-von-ladestationen-fuer-elektroautos-48441.aspx
24. BMW und VW setzen künftig nicht mehr auf Wasserstoffantrieb.
Nachdem man jahrelang an dieser Technik geforscht und entwickelt hatte, soll nun die Forschung und Entwicklung auf die Elektromobilität konzentriert werden. http://www.boxer99.de
25. Diesel aus der Wundernuss Jatropha.
Die Pflanze wächst unter kärgsten Bedingungen. Sie kann Ödland fruchtbar machen und Arbeitsplätze schaffen. Aus ihr lassen sich Seife, Futtermittel und sogar ein Bio-Pestizid gewinnen. Außerdem leistet sie einen Beitrag zum Klimaschutz: Als Biokraftstoff setzt die Nuss nur so viel CO2 frei wie sie zuvor im Wachstum gebunden hat. http://www.n-tv.de/panorama/Die-Wunderpflanze-article39423.html
Umwelt allgemein
26. Deutschland muss bei Nachhaltigkeit zulegen.
Die deutsche Nachhaltigkeitspolitik braucht neue, wirksame Weichenstellungen, wenn Deutschland im Rennen um wichtige Zukunftsmärkte nicht das Nachsehen haben soll. Zurzeit fehlt der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie eine langfristige Vision. Mächtige Wettbewerber wie China und die USA haben eine solche und drohen im Rennen um Marktanteile in einer CO2-armen Wirtschaft an Deutschland vorbeizuziehen. http://www.nachhaltigkeitsrat.de/index.php?id=5059
27. Die deutsche und europäische Rohstoffstrategie.
Deutschland zählt zu den größten Rohstoff-Konsumenten der Welt. Metallrohstoffe, viele Industriemineralien sowie Energierohstoffe werden oftmals auch aus Entwicklungsländern eingeführt. Auf Druck der Industrie bemühen sich die Bundesregierung und die EU in ihren Rohstoffstrategien um eine Flankierung des Rohstoffgeschäftes privater Unternehmen. Umwelt-, Sozial- und Entwicklungsanliegen spielen dabei kaum eine Rolle. http://tinyurl.com/vortrag-rohstoffpolitik-ppt
28. Bakterien erzeugen Biokunststoff Polymilchsäure (PLA).
Polymilchsäure gilt derzeit als eine der aussichtsreichsten Alternativen zu Kunststoffen aus Erdölprodukten, da das durchsichtige Material sich leicht schmelzen und in Form bringen lässt. Es zersetzt sich unter Alltagsbedingungen nicht, kann jedoch kompostiert werden und löst sich als Implantat im Körper mit der Zeit auf. Von den 15 Millionen Tonnen verbrauchten Kunststoffs in Europa ließen sich fünf Prozent durch das Bioprodukt ersetzen. http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1015024
29. Der Palmölkrieg: Palmölproduzenten vertreiben Kolumbiens Kleinbauern.
In den Regenwäldern werden für den Anbau von Palmölplantagen Zehntausende von Kleinbauern vertrieben und viele massakriert. Seit zehn Jahren vertreiben Paramilitärs, unterstützt von der Armee, die Bevölkerung, zerstören ihre Dörfer und eignen sich ihr Land an, das sie an internationale Unternehmen und Finanzgesellschaften verkaufen. Dabei gehen sie mit unbeschreiblicher Grausamkeit vor. Wo früher Urwald stand, breiten sich heute Ölpalmplantagen aus. Das Palmöl wird nach Europa und in die USA ausgeführt, dort weiter verarbeitet zu Agrosprit, für Lebensmittel oder zur Herstellung von Seifen, Kosmetika und Farbstoffen. Je knapper Erdöl wird, um so mehr und radikaler wird die Produktion von Agroenergie vorangetrieben. http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/sitegen.php?tab=2&source=/sfdrs/139754/index.html
Nahrung und Gesundheit
30. Gesundheitsbedenken bei Gen-Mais bestätigt.
Ein Importverbot und Anbaustopp für drei gentechnisch veränderte Mais-Varianten (MON810, MON863, NK603) der US-Firma Monsanto wird gefordert. Insbesondere die Blutwerte für Leber und Nieren, die für das Ausscheiden giftiger Stoffe besonders wichtig sind, weisen signifikante Veränderungen auf. Alle Mais-Varianten sind in der EU seit Jahren für den Import und die Verarbeitung in Futter- und Lebensmitteln zugelassen. Der Anbau von MON810 ist in Deutschland wie in weiteren fünf EU-Staaten zur Zeit verboten. Derzeit wird auf europäischer Ebene diskutiert, ob die Anbauzulassung von MON810 erneuert wird. http://www.presseportal.de/pm/6343/1528523/greenpeace_e_v
31. Gentechnik erhöht den Pestizidverbrauch um 145.000 Tonnen.
Verheißungsvoll waren die Versprechen der "Grünen Gentechnologie", kaum mehr Pestizide verwenden zu müssen. Seit dem Beginn des kommerziellen Anbaus von Gentech-Pflanzen wurden jedoch in den USA mehr Pestizide ausgebracht als zuvor. Unkräuter, die gegen die Totalherbizide immun sind, steigen rasant an. In ihrem ausweglosen Kampf greifen die US-Gentech-Landwirte zu immer brutaleren Methoden. So setzen sie einen Stoff ein, der im Vietnamkrieg als "Agent Orange" verwendet wurde. Der enorme Anstieg des Pestizideinsatzes in den USA überrascht selbst Kritiker. http://www.pressetext.de/news/091118025/gentechnik-erhoeht-pestizidverbrauch-um-145000-tonnen/
32. USA: Fast 40 Prozent des Essens landet im Müll - ein Bild der Verschwendung.
Der Anteil von weggeworfenem Essen hat weiter zugenommen. Mehr als sieben Mal könnte man alle Hungernden der Erde sättigen, würde man die Nahrungsmittel, die in Europa und in den USA weggeworfen werden, gerecht verteilen. Das Wirtschaftssystem legt es darauf an, zu viel zu produzieren und kurze Ablaufdaten zu haben. Es ist daher erwünscht, dass Lebensmittel weggeworfen werden. http://www.pressetext.com/news/091126033/usa-fast-40-prozent-des-essens-landet-im-muell/?phrase=USA%2040%20Prozent%20Lebensmittel
Sonstiges
33. Berufung von Atommanager ins Umweltministerium. Den Bock zum Gärtner gemacht.
Mit der Ernennung Hennenhöfers zum Abteilungsleiter für Reaktorsicherheit macht Umweltminister Röttgen (CDU) ausgerechnet einen Lobbyisten der Atomindustrie zum Aufseher über die Sicherheit von Atomkraftwerken. http://www.verivox.de/nachrichten/spd-kritisiert-berufung-von-atommanager-ins-umweltministerium-48287.aspx
Wenn sich Konzerninteressen langfristig immer durchsetzen, wenn Lobbyisten Deutschland regieren und der Glaube an die Demokratie schwindet, ist dies nicht gut für unser Land. Axel Mayer, BUND-Geschäftsführer
P.S: Ich arbeite allein, ehrenamtlich, unabhängig und werbefrei. Wenn Sie meine Arbeit unterstützen möchten: Kto.-Nr. 112 365 000 Volksbank Friedrichshafen BLZ 651 901 10 (bitte mit Angabe Ihrer Email-Adresse!) Ältere „Kurzinfos“: http://www.oekoreferat.de/newsletter_archiv.htm# . Die kostenfreie Weitergabe an Dritte ist erwünscht. Abdruck frei, Belegmail erbeten.
Eberhard Luedecke
Resedenweg 4
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